SMP

Typische Rechtsform für Start-Ups

Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH)

Kurzinfo

Österreichische Start-ups wählen üblicherweise die Form der GmbH. Sie bietet im Vergleich zur AG die Vorteile eines geringeren Mindeststammkapitals von 35.000 EUR, Privilegien bei der Einzahlung des Stammkapitals, größere Satzungsautonomie und einen geringen Verwaltungsaufwand.

PE- und VC-Fonds können sich an einem eingerichteten Beirat und grundsätzlich auch an einem Aufsichtsrat beteiligen. Bei Zustimmungsvorbehalten ist eine Einzelfallprüfung notwendig.

Die Geschäftsführung leitet die GmbH. Daneben kann fakultativ ein Aufsichtsrat eingerichtet werden, der die Geschäftsführung überwacht und dem Zustimmungsrechte zu bestimmte Geschäftsführungsentscheidungen vorbehalten sein können. Weiter möglich sind rein beratende Beiräte, die keine gesellschaftsrechtlichen Organaufgaben wahrnehmen.

PE- und VC-Fonds können sich unschädlich an einem Beirat und grundsätzlich auch an einem Aufsichtsrat beteiligen. Sofern dem Aufsichtsrat Zustimmungsvorbehalte eingeräumt sind, bedarf es der Prüfung im Einzelfall, ob diese der Geschäftsführung einen ausreichenden Spielraum zur Geschäftsleitung belassen.

Mögliche andere Rechtsform

Aktiengesellschaft (AG)

Kurzinfo

Ein Wechsel von der GmbH zur AG kommt nur für wenige Start-ups in Betracht, zum Beispiel nach zahlreichen Finanzierungsrunden, bei einem großen Gesellschafterkreis oder einem sehr großen Kapitalbedarf.

PE- und VC-Fonds können sich grundsätzlich an einem Aufsichtsrat beteiligen. Bei Zustimmungsvorbehalten ist eine Einzelfallprüfung notwendig.

Die AG ist stets dualistisch strukturiert. Der Aufsichtsrat kontrolliert den Vorstand. Siehe im Einzelnen die Ausführungen zum Aufsichtsrat der GmbH.

PE- und VC-Fonds können sich grundsätzlich unschädlich an einem Aufsichtsrat beteiligen. Sofern dem Aufsichtsrat Zustimmungsvorbehalte eingeräumt sind, bedarf es der Prüfung im Einzelfall, ob diese der Geschäftsführung einen ausreichenden Spielraum zur Geschäftsleitung belassen.

Die in unserer Toolbox enthaltenen Informationen geben Managern von Private Equity oder Venture Capital Fonds einen ersten Überblick über bestimmte Rahmenbedingungen im jeweiligen Land. Sie stellen keine Beratung zum Recht des jeweiligen Landes dar und ersetzen eine solche Beratung nicht. Vor der Übernahme eines Beiratssitzes in einem Portfoliounternehmen sollte deshalb stets ein Expertenrat eingeholt werden. Unser Team freut sich, Ihnen bei Fragen jederzeit weiterzuhelfen.

In Zusammenarbeit mit: Brandl & Talos

Quellen: Wegen/Spahlinger/Barth, Gesellschaftsrecht des Auslands 2. EL Januar 2018